Auszeichnung für Klagenfurter Informationstechnik-Studenten bei Verleihung des europäischen Engibous Preis

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Texas Instruments: Die strahlenden Preisgewinner Unterrieder und Egarter mit dem Präsidenten von TI Europe, Dr. Jean-Francois Fau.

Am 18. November 2010 fand in Freising, Deutschland, die Preisverleihung des ersten Europäischen „TI Analog and Mixed Signal Design Contest“ statt. Dabei erreichten die beiden Klagenfurter Informationstechnik Studenten Dominik Egarter und Christoph Unterrieder mit ihrem Projekt PMOT (Playing Music over Tesla) den ausgezeichneten 2. Platz und durften sich über 4.000 Euro Preisgeld freuen.

Beim TI Analog and Mixed Signal Design Contest handelt es sich um einen von Texas Instruments gesponserten Wettbewerb, bei dem in diesem Jahr 45 Teams aus 17 verschiedenen europäischen Universitäten teilnahmen. Die teilnehmenden Teams kamen dabei aus insgesamt acht unterschiedlichen, europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Slowenien).

Der Engibous Preis entstand zu Ehren des ehemaligen Präsidenten von Texas Instruments, Thomas Engibous. Bei diesem europäischen Wettbewerb können StudentInnen-Teams ihre Projektideen im Bereich der Informationstechnik verwirklichen. Einzige Vorgabe ist, dass eine bestimmte Anzahl von Chips oder Sensoren der Firma Texas Instruments zu verwenden sind. Die Bauteile werden von TI zur Verfügung gestellt.

Christoph Unterrieder und Dominik Egarter nahmen am Wettbewerb mit einem Projekt namens PMOT (Playing Music over Tesla) teil. Dabei werden zwei schwach gekoppelte Schwingkreise in Resonanz gebracht und basierend auf dem Prinzip des Induktionsgesetzes werden sehr hohe Spannungen bzw. starke elektromagnetische Felder erzeugt. Diese wurden dazu benutzt um Luft zu ionisieren und einen Funken zu entzünden. Bei entsprechend hohen Feldstärken ist die Funkenerzeugung mit natürlichen Blitzentladungen vergleichbar. Durch Variieren des Funken im Takt eines Musikstücks kann dieser Funke ein Musikstück exakt wiedergeben. Dies ist möglich aufgrund der unterschiedlichen Erhitzung bzw. Ausbreitung der Luft. Es entstehen somit imposante optische und akustische Effekte. Ein ähnlicher Aufbau wurde bereits 1914 vom berühmten Erfinder Nikola Tesla patentiert.

Der Wettbewerb wurde zuerst Universitäts-intern ausgetragen. Dabei gingen Egarter und Unterrieder als Sieger hervor. Die Siegerteams aller Universitäten bestritten in der Folge den europäischen Wettbewerb. Am 18.11.2010 wurden die 3 europaweit bestplatzierten Teams zu Texas Instruments nach Freising eingeladen um dort ihre Projekte zu präsentieren. Dabei erreichte das Klagenfurter Team den ausgezeichneten 2.Platz, der mit insgesamt 4000.-  Euro Preisgeld verbunden war.

Dominik Egarter ist u.a. auch studentischer Mitarbeiter im Projekt ‚Kooperative Relay-Kommunikation in drahtlosen Netzen‘ des Klagenfurter Forschungsclusters Lakeside Labs. Christoph Unterrieder wird sein Studium der Informationstechnik in Kürze abschließen und hat bereits einen Vertrag für sein geplantes Doktoratsstudium in der Tasche. Unterstützt wurde das erfolgreiche Duo durch die Betreuung von Dipl.-Ing. Christian Lederer und Univ.-Prof. Dr. Mario Huemer (Institut für Eingebettete Systeme und Signalverarbeitung). Auch im nächsten Jahr ist die Teilnahme an diesem Wettbewerb für Informationstechnik-StudentInnen der Universität Klagenfurt wieder möglich.

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Datum: Montag, 29. November 2010 15:36
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