Beitrags-Archiv für die Kategory 'Medienpräsenz'

25. Catalyst Coding Contest zum 1. Mal an der AAU

Dienstag, 7. Februar 2017 13:15

Dieses Jahr findet bereits der 25. internationale CCC (Catalyst Coding-Contest) statt, und die Technische Fakultät der AAU Klagenfurt wird gemeinsam mit dem Institut für Informatikdidaktik am 31. März 2017 erstmals, neben vielen weiteren Ländern, daran teilnehmen. Das Ziel ist es für Technik und Informatik zu begeistern, aber, was den Klagenfurter Standort betrifft, natürlich auch zu zeigen, dass wir in Kärnten über die besten und kreativsten Programmierinnen und Programmierer verfügen. […]

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Sommer im Zeichen der Technik: Bewerbungsstart für die IT-Ferialpraktika 2016

Dienstag, 16. Februar 2016 10:46

Ferialpraktikum an der Fakultät für Technische Wissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, da kann der Sommer kommen!

Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Schultypen können Technik hautnah erleben und aktiv mitgestalten. Mit 14 Projekten und insgesamt 46 Praktikumsplätzen ist das Angebot der IT-Ferialpraktika 2016 so groß wie nie.

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Foto: Wolfgang Hoi

Die Bewerbung ist auf unserer Website http://ferialpraktikum.aau.at/  bis einschließlich 29. Februar 2016 möglich. […]

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Robotics Week in the Press

Mittwoch, 2. Dezember 2015 17:25

We are happy to announce that apart from the numerous participants at the EU Robotics Week of Klagenfurt, various newspapers and TV/Radio channels were also interested in the event and in what the IEEE Student Branch does at TeWi AAU. Below we are collecting our appearances in the press. Please visit our website frequently, the list will continuously grow!

YouTube Channel

Wettkampf der Roboter in Klagenfurt

„Eine Woche lang drehte sich im Lakeside Park in Klagenfurt alles um Roboter. Diese „European Robotics Week“ wurde von der IEEE Student Branch organisiert. Und am Finaltag fand dann der Wettkampf der Roboter statt.“

 VIDEO

Roboter-Woche an der Uni!

„Erstmals nimmt die Klagenfurter Alpen-Adria-Uni heuer an der EU-Robotik-Woche teil. Ab morgen, Montag, werden Roboter und Drohnen auf dem Uni-Areal im Mittelpunkt stehen. Interessierte haben bis Freitag Zeit, sich über die Entwicklungen im Bereich Robotik zu informieren und neue Trends kennenzulernen.“

to be continued…

IEEE Student Branch Klagenfurt

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Österreichische Spitze!

Mittwoch, 9. Juli 2014 16:43

Die Frage wie denn die Jobaussichten nach dem Studium sind, ist eine der wichtigsten für StudentInnen allerorts. Wie in jedem Jahr ist auch heuer wieder das Magazin FORMAT dieser Frage nachgegangen und hat sein jährliches Uni-Ranking veröffentlicht. Erfreulicherweise lacht von der Spitze das Informatik Masterstudium der Fakultät für Technische Wissenschaften an der Universität Klagenfurt.

Wir freuen uns, dass die Wirtschaft unsere AbsolventInnen mit offenen Armen aufnimmt und so sehr von der Qualität unserer Ausbildung überzeugt ist. Natürlich werden wir uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen, sondern auch in Zukunft unsere Lehre weiter verbessern und durch intensive persönliche Betreuung das Wissen der StudentInnen mehren.

Informatik auf Platz 1!

 

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Kann Technik das, was Fischschwärme können?

Freitag, 20. Dezember 2013 16:04

Einzelne Fische verhalten sich nach bestimmten Regeln und übernehmen Funktionen. In Summe ist ein Fischschwarm ein funktionierendes, intelligentes System. Forscher an der AAU fragen sich, wie dieses Verhalten auf technische Systeme übertragen werden kann. Nun wurde ein Tool programmiert, mit dem es leichter gelingen soll, solche Systeme zu entwickeln.

Technische Systeme werden immer komplexer. Die Interaktion zwischen mehreren Geräten und Komponenten gewinnt an Bedeutung. Hierarchische Systeme, wo eine Komponente auf der anderen aufbaut, werden zunehmend durch verteilte Systeme ersetzt, die der Funktionslogik von Schwärmen in der Natur entsprechen. Damit wird auch die Aufgabe, solche Systeme zu entwickeln und funktionstüchtig zu halten, immer herausfordernder. „Wenn es kein System aus der Natur gibt, das wir kopieren können, muss man selbst eines entwickeln“, erklärt István Fehérvári vom Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme.

Fehérvári erklärt weiter: „Dies ist sehr schwierig, weil das Verhalten eines Systems schwer vorherzusagen und das Aufstellen von Regeln komplex ist. Jede Veränderung im System verursacht einen Effekt und oft auch nicht erwünschte Folgen.“ Technikerinnen und Techniker greifen daher auf das so genannte „Evolutionary Computing“ zurück, mit dem solche Problemstellungen leichter bewältigt werden können. Dafür braucht es ein Tool, das unterstützend wirkt. Forscher haben daher FREVO entwickelt, dass dabei hilft „Evolutionary Computing“ zu vereinheitlichen, indem alle Basisdaten auf drei Parameter reduziert werden: das Problem, die Agenten und der Algorithmus. Diese Daten werden in einen Simulator eingespeist, mit dem sich das Problem nachahmen lässt und wo sich das Verhalten der Komponenten entwickeln kann. „FREVO bietet alle Komponenten für die Evolution von Multiagentensystemen aus einer Hand. Inkompatibilitäten zwischen verschiedenen Systemen können so ausgeschlossen werden“, erklärt Fehérvári. FREVO ist ein Open-Source-Programm in Java, das frei heruntergeladen werden kann: www.frevotool.tk.

FREVO nahm seine Anfänge an der TU Wien und wird seit 2008 in der Gruppe von Wilfried Elmenreich an der AAU intensiv weiterentwickelt und von den Lakeside-Labs gefördert. Derzeit arbeiten vier Entwickler (István Fehérvári, Sergii Zhevzhyk, Thomas Dittrich, Wilfried Elmenreich) an neuen Komponenten für das Tool. Fehérvári betreut das Projekt seit 2008 und verwendet das Tool intensiv im Rahmen der Forschung für seine Doktorarbeit.

Nachzulesen in Unisono 93/4-2013, S. 12.

 

Weitere Unisono Beiträge der Dezember Ausgabe:

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YouTube & Co.: Was wollen Nutzerinnen und Nutzer wirklich?

Freitag, 20. Dezember 2013 15:15

Wonach suchen Menschen in Multimediadiensten wie YouTube und Google-Images? Und warum stellen andere ihre Videos und Fotos online? Mathias Lux hat Antworten darauf gefunden.

(Unisono Dezember 2013: Das Interview führte Romy Müller.)

Mathias Lux

Wie funktioniert eine Suche üblicherweise?

Die Nutzerin hat ein bestimmtes Bedürfnis, beispielsweise möchte sie ihren Gebrauchtwagen verkaufen. Dazu möchte sie den Wert des Autos feststellen. Es liegt nun an ihr, bei der Suchmaschine das Richtige einzugeben. Die Frage „Wie viel ist ein VW Golf wert?“ gibt aber nicht voll die ursprüngliche Intention, nämlich den Autoverkauf, wieder. Der Benutzer ist also verantwortlich, das eigene Bedürfnis explizit zu machen. Diese Last möchten wir mit unseren Arbeiten vom Nutzer nehmen.

Was muss dafür getan werden?

Mir geht es vorwiegend darum herauszufinden, was Benutzerinnen und Benutzer wirklich wollen, wenn sie ein multimediales Informationssystem verwenden.

Welche Systeme meinen Sie damit?

Betroffen sind Systeme, die Videos, Bilder, Audiodateien und Ähnliches bereitstellen, beispielsweise YouTube oder Google-Images. Hinter der Frage nach dem „Warum“ steht die Hypothese, dass es einen Unterschied in der Relevanz der Ergebnisse gibt, wenn sich die Intentionen der NutzerInnen unterscheiden.

Was können solche Intentionen sein?

Bei YouTube könnte man beispielsweise drei Optionen einbauen: „Ich möchte etwas lernen.“, „Ich möchte etwas erfahren.“ und „Ich möchte unterhalten werden.“ Eine Suchanfrage mit dem Begriff „Moonwalk“ würde dann auch zu drei Ergebnissen führen: Ich könnte ein Anleitungsvideo für den Tanz finden, ich könnte zu einem InfoFilm über die erste Mondlandung gelangen oder ich könnte lustige Videos von moonwalkenden Kindern vorgeschlagen bekommen.

Wie soll die „Maschine“ lernen, was der Nutzer oder die Nutzerin will?

Das muss nicht notwendigerweise ein Automatismus sein. Bei Apps ist das ähnlich: Diese können nur eine Aufgabe gut erfüllen. Die Nutzerin entscheidet, indem sie ihre Intention bei der Auswahl zum Ausdruck bringt. Müssen diejenigen, die die Multimedia-Inhalte zur Verfügung stellen, eine Kategorisierung vornehmen? Dazu gibt es ein Problem: Die Intentionen derjenigen, die produzieren, und derjenigen, die konsumieren, sind nicht notwendigerweise dieselben. Beispielsweise kann ein Fotograf ein Foto schießen, um damit Geld zu verdienen. Eine mögliche Intention für den Kauf wäre aber die Möglichkeit, mit dem Foto eine Präsentation oder Broschüre zu illustrieren.

Warum produzieren Menschen solche Inhalte?

Die Gründe dafür liegen oft sehr stark auf einer Gefühlsebene; man will einen Moment festhalten und möchte – auf einer kommunikativen Ebene – zeigen, wie schön etwas ist. Es gibt sehr wenige Beispiele für funktionale Fotos. Manche möchten auch Dateien für sich selbst archivieren.

Wie kann man sich das Ergebnis Ihrer Forschungsarbeiten dazu vorstellen?

Wir haben eine Systematik für die Kommunikation, Produktion und Konsumation von Multimedia-Inhalten erstellt. Grundlage waren Untersuchungen bei KonsumentInnen und ProduzentInnen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Nachzulesen in Unisono 99/4-2013, S. 9.

 

Weitere Unisono Beiträge der Dezember Ausgabe:

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Der neue Dekan: Gerhard Friedrich

Samstag, 29. Juni 2013 15:20

Der Informatiker Gerhard Friedrich ist seit 15. Mai 2013 Dekan der Fakultät für Technische Wissenschaften. Im Interview mit UNIsono spricht er über seine Ziele und Herausforderungen für die AAU.

Welche Erwartungen haben Sie an Ihre neue Position?

Die TeWi in Klagenfurt ist eine junge Fakultät, die sehr gute Leistungen vorweisen kann. Es bereitet mir große Freude zu sehen, dass viele ausgezeichnete junge Kolleginnen und Kollegen den Weg an die Universität Klagenfurt gefunden haben und die technischen Fachbereiche insgesamt einen enormen Aufschwung erleben durften. Ich bin schon gespannt auf die vielen hervorragenden Ergebnisse, welche die Kolleginnen und Kollegen erzielen werden. Im Übrigen sind solche Resultate ein großartiger Motivationsschub für die Kleinarbeit in der Verwaltung, die man als Dekan eben auch zu erledigen hat.

Friedrich_Unisono_2013Welche Ziele verfolgen Sie als Dekan?

Der Erfolg in Forschung und Lehre wird im Wesentlichen von den einzelnen Mitgliedern der Universität durch ihr Talent und ihren Einsatz bestimmt. Das Wesen einer Universität wird durch außergewöhnlich begabte Menschen geprägt. Daher möchte ich als Dekan die Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen, ihr Potenzial möglichst gut zu entfalten. Darüber hinaus muss es uns gelingen, hervorragende, vielversprechende Kolleginnen und Kollegen für die Mitarbeit an unserer Universität/Fakultät zu gewinnen und unsere Stärken weiter auszubauen.

Was sehen Sie als die größte Herausforderung an?

Um wahrgenommen zu werden, muss eine verhältnismäßig junge Universität bzw. Fakultät, die in einem geographischen Randbereich Österreichs liegt, um ein Vielfaches härter arbeiten als langjährig etablierte Institutionen in zentraler Lage. Die fachliche Reputation vieler WissenschaftlerInnen an der Universität Klagenfurt ist exzellent. Allerdings ist die Wertschätzung unserer Universität außerhalb der Fachgemeinschaft steigerungsfähig. Dieses Ansehen durch qualitativ hochwertige Leistungen in Forschung und Lehre zu verbessern, sehe ich als zentrale Herausforderung an. Ich bin aber überzeugt, dass wir die Universität mit Hartnäckigkeit, dem Willen zu Qualität und klugem Handeln ein gutes Stück vorwärts bringen können. Die TeWi wird dazu ihren Beitrag leisten.

In einem gesellschaftlichen Kontext ist es vielleicht eine noch größere Herausforderung, unsere Jugend für die Technischen Wissenschaften zu begeistern, um letztlich den Bedarf an TechnikerInnen decken zu können. Diese Herausforderung ist sehr schwer zu meistern, da sie nur im Zusammenspiel mit externen Partnern gelöst werden kann. Eine zentrale Stellung nimmt in diesem Zusammenhang das Bestreben um eine signifikante Verbesserung des Schulunterrichts ein.

Zur Person

Gerhard Friedrich studierte und habilitierte an der TU Wien. Als Wissenschaftler war er am Stanford Research Institute tätig und wechselte 1993 zur Siemens AG Österreich in das Entwicklungszentrum für Elektronik. Seit 1997 lehrt er am Institut für Angewandte Informatik, dessen Vorstand er von 2004 bis 2013 war, und leitet die Forschungsgruppe Intelligente Systeme und Wirtschaftsinformatik. Seine Forschungsgebiete sind wissensbasierte Systeme, heuristisches Problemlösen, Empfehlungssysteme und selbstheilende technische Systeme.

Nachzulesen in Unisono 97/2-2013, S. 28.

 

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Neuer Professor an der Alpen-Adria-Universität: Martin Pinzger

Samstag, 29. Juni 2013 15:14

Martin Pinzger Institut für Informatik-Systeme (seit März 2013)

„Software ist in unserer Gesellschaft omnipräsent“ 

Martin Pinzger rückt mit seinen Forschungen die Wartung und Evolution von Softwaresystemen sowie die Visualisierung von großen Datenmengen in den Mittelpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeiten. Qualitäts- und Programmanalysen sind dabei ebenso Bestandteil wie das „Engineering“ unterschiedlicher digitaler Erfordernisse. Einer der persönlichen Schwerpunkte des gebürtigen Tirolers liegt in der Softwareevolutionsanalyse. „Systeme verändern sich über die Zeit, und es ist faszinierend verfolgen zu können, wie sie das tun“, erzählt Pinzger, der sich um kontinuierliche Weiterentwicklung dieses vielschichtigen Bereiches bemüht.

Pinzger_Unisono_Juni2013Nach einem EDV-Kolleg absolvierte er 2001 ein Informatikstudium an der TU Wien und verfasste in Zusammenarbeit mit „EADS“ eine Diplomarbeit über das „Reengineering von Flugplanungssoftware“. 2005 promovierte der Forscher mit einer Dissertation über „Evolutionäre Aspekte von komplexen Software Systemen“, mit einem Augenmerk speziell auf Möglichkeiten, wie große Datenmengen präsentiert werden können. „Der Mensch versteht es bestens, visuelle Muster zu interpretieren.“ Noch im Zuge der Dissertation folgte Pinzger dem Ruf seines Betreuers an die Universität Zürich, ummit ihm gemeinsam die Forschungsgruppe „Seal“ aufzubauen, mit dem Ziel, weitere Dimensionen in Analyseverfahren zu erforschen.

Ein Aufenthalt bei Microsoft Research in Redmont ebnete dem Informatiker den Weg an die Technische Universität Delft in Holland. Im Rahmen der „Software Engineering Research Gruppe“ (SERG) intensivierte Martin Pinzger seine Forschungen und erhielt 2012 den renommierten „NWO Vidi Research Award“. In seinem Wirken an der Technischen Universität Delft entstand folgend auch das Start-Up-Unternehmen „Infotron“. „Prinzipiell geht es um das Verstehen von Fehlern und deren Auswirkungen“, sagt Pinzger, der professionelle Entwickler mit seinen Erkenntnissen unterstützen möchte. Kostenreduktion, Qualitätsstandards und der Lerneffekt sind dabei maßgebliche Aspekte.

Seit März 2013 ist er am Institut für Informatik-Systeme tätig und leitet die „Software Engineering Research Gruppe“ der AAU. Dass Softwareentwicklung mehr als „nur aus programmieren“, sondern auch aus laufenden Messungen und spannenden Anpassungen besteht, möchte der Professor den Studierenden zeigen und sie dafür begeistern. Seinem jüngsten Projekt „Fine Mem“, in dem es um das bessere Verstehen und Kommunizieren von detaillierten Änderungen im Programmcode geht, wird der Forscher auch in Klagenfurt nachgehen. Egal ob Consumer-Bereich oder Industrie, in den „Hauptinnovationsbereichen wird es noch viel zu tun geben“, so Pinzger. Auch „Ambient Living“ und „Smart Cities“ werden dabei ein Thema sein.

Nachzulesen in Unisono 97/2-2013, S. 28.

 

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In der Reihe „Spitzenforschung“: Freude am Entdecken

Samstag, 29. Juni 2013 15:07

Neben Freude brauche es auch Fleiß, Zeit und Glück, um in der Wissenschaft erfolgreich zu sein. Im zweiten Teil unserer SpitzenforscherInnen-Serie stellen wir Christian Bettstetter vor.

Die Idee, Forscher zu werden, kam Christian Bettstetter bei seiner Diplomarbeit. „Etwas Neues zu entdecken“ bereitete dem Studenten der Elektround Informationstechnik an der TU München „sehr viel Spaß“. Nach Abschluss des Doktorats war Bettstetter zwei Jahre an den DOCOMO Euro-Labs in München tätig. Seit 2005 ist er Professor und Leiter am Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme und wissenschaftlicher Direktor der Lakeside Labs GmbH. Er forscht zu mobilen Kommunikations- und Sensornetzen, Selbstorganisation und Mikrodrohnen.

Bettstetter_Unisono_Juni2013

Bettstetters Blick auf Spitzenforschung ist pragmatisch: „Forschung zeichnet sich dadurch aus, dass man nach Erkenntnissen sucht, die es so noch nicht gibt, und Probleme löst, die so noch nicht gelöst wurden. Was Spitzenforschung ist, weiß ich nicht genau.“ Indizes, die versuchen, die Qualität von Forschung zu messen, dürfe man nicht überbewerten: „Sie sagen nichts über die Qualität der Forschung aus, sehr wohl aber über die internationale Sichtbarkeit.“ Christian Bettstetter gehört mit einem h-Index von 29 zu jenen, deren Arbeiten viel gelesen und viel zitiert werden.

Seinen guten Studierenden rät Bettstetter, ein Doktorat zu machen. Danach könnten sie immer noch entscheiden, ob sie in der Industrie oder im universitären Bereich Karriere machen wollen. Er hat sich für die Universität entschieden, weil ihm auch die Lehre wichtig ist. „Wenn man Dinge lehrt, versteht man sie erst richtig gut“, so Bettstetter.

An der AAU zu lehren und zu forschen hat für ihn Vor- und Nachteile. „Leider ist der Ruf der Universität noch nicht so, wie wir ihn verdient hätten“, führt er dazu aus. Im Gegenzug genießt er die großen Freiheiten in der Forschung. Auf die Frage nach seinen weiteren Zielen nennt Bettstetter zuerst die Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses: „Nun promovieren die ersten Doktorandinnen und Doktoranden. Mir ist es wichtig, dass sie gute Perspektiven für ihre weitere Laufbahn haben.“ Inhaltlich hofft Bettstetter, dass die autonom vernetzten Mikrodrohnen, an denen er mit KollegInnen (auch) anderer Technik-Institute arbeitet, „richtig abheben“. Und fördermäßig möchte er in den nächsten Jahren einen ERC-Grant für seine Forschungsgruppe erreichen.

Nachzulesen in Unisono 97/2-2013, S. 19.

 

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Probleme mathematisch gelöst

Samstag, 29. Juni 2013 14:38

 Elena Resmerita und Angelika Wiegele haben am Institut für Mathematik habilitiert. Damit hat sich die Zahl der habilitierten Frauen an der Technischen Fakultät verdoppelt.

(Unisono Juni 2013: Das Interview führte Romy Müller.)

Worüber haben Sie gearbeitet?

Angelika Wiegele

Angelika Wiegele

Wiegele: Bei mir geht es um diskrete Optimierungsprobleme. Dabei hat man Zustände gegeben, die unterscheidbar sind. Dann sucht man den Weg zu einem optimierten Ziel, wie minimierte Kosten oder Ressourcen. Ein Beispiel ist ein Transportproblem: Produkte sollen von A nach B gebracht werden, man kann nicht 0,7-fach nach B fahren. „Diskret“ kommt in diesem Zusammenhang von „unterscheidbar“ – man hat also wohl unterscheidbare Zustände. Elena hingegen beschäftigt sich mit Kontinuierlichen Problemen.

Resmerita: Meine Habilitation beschäftigt sich mit schlecht gestellten Problemen („ill-posed problems“), wo aus indirekten Messungen gewisse Größen kalkuliert werden sollen. Leider können sogar kleine Fehler in den Daten – die Messungen enthalten in der Praxis immer Fehler – zu großen Abweichungen in der Lösung führen. Deshalb brauchen wir Regularisierungsmethoden, die die Stabilität und Genauigkeit der Lösungen erhöhen. In der medizinischen Bildverarbeitung wie bei der Computertomographie hat man beispielsweise mit schlecht-gestellten Problemen zu tun.

Welchen weiteren Unterschied gibt es?

Resmerita: Bei den Kontinuierlichen Problemen arbeiten wir mit abstrakten Konzepten und der Unendlichkeit. Im Vergleich dazu sind die Einheiten, mit denen Angelika arbeitet, endlich.

Elena Resmerita

Elena Resmerita

Sind ihre Themen eher in der Grundlagenforschung angesiedelt oder gibt es auch anwendungsorientierte Aspekte?

Wiegele: Man spricht von angewandter Mathematik, aber es entsteht in der Regel kein Produkt für einen Industriepartner. Meine Ergebnisse sind Algorithmen für Optimierungsprobleme, wie sie auch in der Industrie vorkommen.

Resmerita: Bei mir wäre es im Prinzip Grundlagenforschung, wie die Entwicklung von Regularisierungsmethoden für spezifische Probleme, qualitative Eigenschaften der Approximation der Lösung etc., die die Ingenieurinnen und Ingenieure dann verwenden könnten.

Wie sieht ein Algorithmus aus?

Wiegele: Die Implementierungen sind Quellcodes in Computerprogrammen wie beispielsweise C++. Dem Algorithmus zugrunde liegen Theoreme und Lemmata. Wir beweisen auch, dass er und wie gut er funktioniert.

Werden die Ergebnisse open access veröffentlicht?

Resmerita: Ja, in der Mathematik ist es üblich, dass alle Publikationen innerhalb der Scientific Community preprint zugänglichsind. Auch die Datenbasis wird häufig veröffentlicht. IngenieurInnen entwickeln die Ergebnisse dann oft zu Patenten weiter.

Damit lässt sich aber dann Geld verdienen.

Wiegele: Für mich ist es lohnender, den Algorithmus zu entwickeln. Das bereitet mir mehr Freude als die Entwicklung eines Produkts.

Resmerita: Das sehe ich ebenfalls so. Für mich ist auch die Arbeit mit Studierenden wichtig. Ich gebe mein Wissen gerne weiter – besonders, da die Mathematik in der Schule einen schwierigen Stand hat.

Warum ist das so?

Resmerita: Mathematik ist wie eine Kette: Wenn man bei den ersten Gliedern aussteigt, kann man komplexere Inhalte nicht verstehen.

Wollten Sie immer schon Mathematikerinnen werden?

Resmerita: Mathematik fiel mir in der Schule leicht. Ich habe mich also dafür entschieden, worin ich gut war.

Wiegele: Auch ich habe so gesehen den Weg des geringsten Widerstandes gewählt.

Was sind Ihre weiteren Ziele?

Wiegele: Das Ziel ist immer das gleiche: Gute Forschung. Ich möchte weiter interessante Probleme und schöne Ergebnisse finden.

Resmerita: Mein nächstes Ziel ist es, eine eigene Forschungsgruppe zu einem Projekt bilden zu können. Ich möchte mein Thema auch gerne weiter ausweiten, beispielsweise in Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Chemie und Physik.

Vielen Dank für das Gespräch.

Nachzulesen in Unisono 97/2-2013, S. 11

 

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